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Marie Curie
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Marie Curie
Spielfilm 2016, 95 min
Deutschland, Polen, Frankreich
In Postproduktion

Buch: Marie NoŽlle & Andrea Stoll
Regie: Marie NoŽlle
Herr Sehr, haben Sie sich selbst schon einmal in der Situation befunden, einer von zwei Männern zu sein, die dieselbe Frau geliebt haben?


Im Vorfeld von Obsession habe ich mit vielen Leuten über ihre persönlichen Erfahrungen gesprochen diesbezüglich. Ich habe niemanden getroffen, der in seinem Leben noch nicht durch eine solche Situation gegangen ist, und deswegen wäre es erstaunlich, wenn ich sagen würde, das ist mir noch nie passiert.

Was hat denn konkret den Anstoß gegeben, die Geschichte zusammen mit ihrer Co-Autorin Marie Noëlle anzugehen?


Marie hat schon beim "Serbischen Mädchen" und bei "Kaspar Hauser" mich beim Drehbuch unterstützt, und diesmal hat sich die Drehbuchzusammenarbeit konkretisiert. Mir war dabei wichtig, dass es den Blick einer Frau auf diese Geschichte gibt, denn es steht ja auch eine Frau im Zentrum, und ich habe auch versucht, den Film aus ihrer Perspektive zu erzählen - alles oszilliert um sie herum.

In der Konstellation der Gebrüder Frischmuth, gespielt von John Cassavetes und Seymour Cassel und Ella, Marie- Christine Barrault, wird die Dreiecks- Situation der Hauptgeschichte ja verdoppelt.

Das ist die Idee. Sie sind ein bisschen älter, sie gehen ein bisschen anders damit um, sie haben eine andere Auffassung von Liebe, eine Art von Großzügigkeit, es ist alles unverkrampfter. Und bei den beiden Brüdern hat man das Gefühl, dass das Glück der anderen fast wichtiger ist als ihr eigenes Glück, oder anders gesagt, ihr eigenes Glück besteht darin, andere glücklich zu machen. Und eine weitere Verdoppelung ist die Geschichte mit Johns Großmutter aus den dreißiger Jahren, nur dass es heute ein anderes Ende gibt.

Wie der unglaublich idyllischen französischen Kleinstadt...

Sie könnte fast der deutschen Romantik entsprungen sein, liegt aber im Burgund, und die Zeit ist ein bisschen an ihr vorbei gegangen. Sie hat etwas Paradiesisches, aber es ist ein falsches Paradies. In dieses Paradies flieht Miriam in einem Moment der Krise, und aus diesem Paradies wird sie wieder vertrieben - aber sie lernt etwas daraus und akzeptiert etwas, was sie vorher nicht akzeptieren konnte. Es ist ein starker Gegensatz zu Berlin, wo sich alles im Umbruch befindet, wo in fünf Jahren vieles anders aussehen wird, während man hier das Gefühl hat, dass sich in den letzten zweihundert Jahren nichts verändert hat.

Was würden Sie sagen, wenn Kritiker Ihnen vorwerfen, dass sich die Geschichte von Obsession im letzten Viertel etwas unentschieden entwickelt?

Das sehe ich überhaupt nicht so. Miriam entscheidet sich durchaus, auch wenn dies zunächst bedeutet, sich im Moment nicht für einen der beiden Männer zu entscheiden. Sie entscheidet sich auf jeden Fall klar dafür, sich selbst und ihre Gefühle zu akzeptieren. Wenn die beiden Männer ihren Pakt miteinander schließen, Miriam glücklich zu machen, dann sind sie sich bewusst, dass sie sich irgendwann für den einen oder anderen entscheiden wird. Wir hatten zu Anfang dieses Gesprächs darüber gesprochen, dass jeder in diesem Bereich seine eigenen Erfahrungen hat, und so kann sich jeder Zuschauer ein Ende denken, das er auf Grund seiner eigenen Erfahrungen für angemessen hält.

Herr Sehr, sind Sie wie der Hochseilartist im Film auch der Ansicht, dass man immer kämpfen muss, auch um die Liebe?

Ja. Man muss immer kämpfen, um alles. (...) und man muss vor allem auch für Menschen kämpfen, man darf nicht glauben, alles komme von selbst. Man muss sich einsetzen, und man darf, wenn man sich Prioritäten im Leben gesetzt hat, nicht locker lassen.
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